Portraitfotografie und Emotionen

11. September 2020 Allgemein

Ich glaube eine fotografische Herausforderung ist die Portraitfotografie, wenn wir diese Art der Fotografie mal auf Menschen beschränken. Tiere können oft, vor allem Haustiere und im Zoo, ein eher entspanntes „Opfer“ vor der Kamera sein. Aber um die soll es heute nicht gehen.

In der Zeit meiner Hochzeitsfotografie habe ich viele Portraits gemacht und die meisten sind in der Situation mit ganz wenigen „Eingriffen“ entstanden. Heute geht es aber mal um Portraits mit den unterschiedlichen Emotionen. Aber bevor wir damit loslegen, gibt es einen soften Einstieg.

Was ist die Portraitfotografie?

Als Portraitfotografie bezeichnet man ein fotografisches Genre, bei dem Portraits von Lebewesen angefertigt werden; Motive sind meist Menschen, häufig werden auch Tierportraits erstellt. Ziel der künstlerischen Portraitfotografie ist meist das fotografische Herausarbeiten des charakteristischen Wesens der Person.

So bevor wir in die Emotionen einsteigen, was für Werkzeug, also Objektive machen bei dieser Art der Fotografie Sinn? Bei den Brennweiten wird man meistens im Bereich zwischen 80 und 135 mm liegen, und wenn man die Schärfentiefe als Stilmittel nutzen möchte, dann sollte das Objektiv eine Anfangsöffnung (Blende) von mindestens 1:2.8 mitbringen.

So jetzt haben wir grob geklärt was die Portraitfotografie ist und was für ein Objektiv man dafür einsetzten kann. Jetzt kommen wir zu dem eigentlichen Thema, den Emotionen.

Emotionen, warum das nun?

Emotionen sind in meinen Augen bei Portraits wichtig. Sei es das Sie durch die softe Umgebung ausgestrahlt werden oder durch den Gesichtsausdruck der Person. Aber welche Emotionen unterscheidet man heutzutage im Groben?

Die Grundemotionen

  • Ärger / Wut
  • Angst
  • Ekel
  • Freude
  • Liebe
  • Scham
  • Traurigkeit
  • Überraschung

Übrigens keine Emotion ist negativ, sondern die von uns negativ empfundenen Emotionen haben eher eine Schutzfunktion. Angst warnt uns z.B. vor einer potenziellen Gefahr, das ist ja eher positiv.

Also wenn wir als Amateur von einem Menschen, z.B. aus dem Freundeskreis oder der Familie, Portraits aufnehmen wollen, dann kann man unterschiedliche Emotionen oft dazu nutzen, um die allgemeine Situation aufzulockern. Denn ganz ehrlich so ein Objektiv kann für die Person vor der Kamera schon wie ein Kanonenrohr wirken. Mein 85 mm Objektiv hat einen Filterdurchmesser von 72 mm und da verschwindet der Fotograf fast mit seinem Gesicht.

Aber bevor Ihr überhaupt in dieses Thema reinkommt, müsst Ihr mit dem „Model“ viel reden und auch während des Shootings ständig verbal in Kontakt bleiben. Und kleiner Tipp am Rande, wenn Ihr Euch zwischendurch die Bilder am Display anschaut und das „Model“ auf Feedback wartet, lobt die Person. Auch mit dieser Kommunikation könnt ihr dazu beitragen, dass die Situation immer entspannter wird.

Absprachen mit dem „Model“ was man für Bilder als Ergebnisse haben möchte, sind wichtig, denn Dein Gegenüber muss sich ja auch wohlfühlen und wissen was auf ihn zukommt. Wenn man dann von beiden Seiten ein gutes Gefühl hat und vielleicht das „Model“ eigene Ideen während des Shootings einbringt, dann könnt Ihr das Thema Emotionen einbringen.

Pickt Euch einfach 2-3 Grundemotionen raus und werft die immer mal wieder zwischendurch ins Shooting rein. Wenn die Person vor der Kamera Vertrauen aufgebaut hat, dann entstehen dadurch oft schöne natürliche Bilder. Erzählt beim Fotografieren auch mal ein lustiges Erlebnis, was ihr selbst vor der Kamera hattet und vergesst nie die Person immer wieder zu Loben.

Jetzt aber mal los mit der Portraitfotografie

Genug der Vorrede, macht Euch einen Plan was ihr für Portraits machen wollt, sucht im Freundeskreis nach der richtigen Person, oder dem richtigen Paar und sprecht mit eurem „Model“ die Lokation ab.

Zeitpunkt für ein Shooting ist eher der frühe Vormittag oder ab dem späten Nachmittag. Dann könnt Ihr auch noch ein wenig mit der möglichen Sonne spielen. Am Anfang arbeitet erst mal ohne Hilfsmittel wie Blitz und Reflektor und geht vielleicht öfter mal in den Schatten, um eine optimale Belichtung zu bekommen.

Bringt vielleicht ein paar Requisiten, wie Regenschirm, Stuhl, Hut oder Sonnenbrille mit. Mit denen kann man auch ein bisschen „Schwung“ in die Bilder bringen.

Im nächsten Beitrag geht es dann darum, wie man Reflektoren im Outdoor Shooting mit Menschen gut nutzen kann. Und zum Schluss gibt es noch ein paar Anregung für Dein nächstes Shooting. Ich habe bewusst alle Bilder in einem Format und in s/w zusammengestellt.

Dein Stephan von dieEventfotografen.de

One comment

  1. […] am Flughafen Tegel und an der Kiesgrube. Dort haben wir ohne „Schnick-Schnack“ ein paar Portraits gemacht. Man muss dazu sagen, das sie nichts von der Aktion im Vorfeld wusste und sich aber super […]

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