Hola Córdoba

28. Juli 2019 Fotoreisen
Cordoba, Hola Córdoba

Nachdem ich von Sevilla bereits berichtet habe geht es in diesem Beitrag um die nächste Stadt meiner Spanienreise – Cordoba. Der Weg führt mich also aus den andalusischen Süden weiter ins Landesinnere in Richtung Norden.

Cordoba, Stadt der gefallen Orangen

Córdoba ist die Hauptstadt der Provinz Córdoba im Süden Spaniens und die drittgrößte Stadt Andalusiens. Die Stadt, deren Vorläufer bis in die römische Antike reicht, ist von ihrem historischen Erbe und vielen Bauten aus der Zeit der maurischen Herrschaft geprägt, als Córdoba zeitweilig das Zentrum von Regierung und Gelehrsamkeit auf der Iberischen Halbinsel und eine der größten Städte der Welt war. Die aus einer Moschee hervorgegangene Mezquita-Catedral – eine der größten erhaltenen Europas – ist seit 1984 UNESCO-Weltkulturerbe.

Cordoba, Hola Córdoba

Diese Stadt ist wunderschön und gerade die Altstadt kann man toll zu Fuß erforschen. Ein Blick lohnt sich auch hier in die kleinen Gassen abseits der klassischen Pfade und wenn man eine Chance hat in eine der Höfe zu kommen, dann erblickt man immer wieder grüne Orte der Ruhe.

Überall hat man das Gefühl hier waren früher die Nordafrikaner mit ihren prächtigen Pferden unterwegs und wenn man die Augen schließt dann wird man schnell ein Teil dieser „Geschichte“.

Aber zurück in das hier und jetzt, denn vom Bahnhof führt eine Prachtstraße mit einem Mittelstreifen in Richtung Altstadt. Der Mittelstreifen ist nicht wirklich ein schmaler Streifen, sondern eher ein Park der die beiden Straßenführungen trennt und wo man viele Orangenbäume findet. Diese werden aber nicht gepflückt sondern fallen, wenn Sie dann reif sind, ab und im schlimmsten Fall sitzt man gerade auf einer Bank unter einem Orangenbaum und dann …! Deshalb ist Córdoba für mich die Stadt der gefallen Orangen. 😉

Cordoba, Hola Córdoba

Einmal in der Woche werden dann die Orangen entsorgt, was zufällig an dem Tag in Córdoba passierte, als ich mich wieder auf dem Weg zum Bahnhof machte. Neben der Altstadt innerhalb der Stadtmauern lohnt es sich auch durchaus einfach mal die Stadtmauern von außen entlang zu wandern. Der Weg führt einen dann über den Guadalquivir, den ich ja bereits in Sevilla kennenlernen durfte.

Irgendwann kommt man dann zu der bekannten römischen Brücke, die zurück in die Altstadt führt. Damit kann man die Altstadt auch mal von anderem Flußufer betrachten und auch auf dieser Seite gibt es viele schöne enge Gassen und gerade am Abend sollte man beide Seiten der Brücke besuchen. In der Altsdt sind oft die Touristen unterwegs, während die Spanier eher den Abend auf der anderen Seite des Guadalquivir verbringen.

Cordoba, Hola Córdoba

Die Mezquita von Córdoba

Natürlich sollte man die Mezquita nicht links liegen lassen, denn das ist der Prachtbau dieser spanischen Stadt. Wenn man im Sommer hier ist, sollte man sich dort in der Mittagshitze einfinden, weil es dort schön kühl ist und ein wunderschöner Garten davor liegt.

Die Kathedrale ist heute 179 m lang und 134 m breit. Sie bedeckt eine Grundfläche von mehr als 23.000 m² und ist damit einer der größten Sakralbauten der Erde. Die Gebetshalle nimmt knapp zwei Drittel der Fläche ein. Der Hof war gerade im Verständnis des frühen Islam nicht minder Andachtsraum.

Cordoba, Hola Córdoba
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Das beeindruckendste Merkmal der Gebetshalle sind die übereinander liegenden Hufeisenbögen, die auf 856 Säulen aus Jaspis, Onyx, Marmor und Granit ruhen. Die Säulen stammen großenteils von Gebäuden aus der Römerzeit, sowohl von dem vorher an dieser Stelle stehenden römischen Tempel als auch anderen römischen Gebäuden aus der Provinz Baetica. Sie erzeugen den Eindruck einer Entgrenzung nach oben, so wie die große Zahl einander kreuzender Schiffe einen Eindruck von Unendlichkeit in der Waagerechten erzeugt. Die Hauptachse der Moschee weist nach Südsüdosten, also nicht genau nach Mekka. Da die letzte Erweiterung von Halle und Vorhof nur zur Seite hin möglich war, befindet sich der Mihrab nicht mehr in der Mittelachse, und die Halle – nicht das gesamte Gebäude – ist breiter als lang. Drei kleine Kuppeln befinden sich über Säulengevierten vor dem Mihrab. Eine dominierende Zentralkuppel wie viele vor allem jüngere Moscheen hatte die Hauptmoschee von Córdoba nicht.

Cordoba, Hola Córdoba

Die Hauptachse der im 16. Jahrhundert mitten in die Gebetshalle hineingebauten Kirche liegt quer zu derjenigen der Moschee und weist nach Ostnordost. Es ist eine Basilika in der Form eines lateinischen Kreuzes mit Vierungskuppel. Der Kirchenbau erstreckt sich über zehn Schiffe und zwölf Joche des Moscheegewölbes, ist also etwa halb so lang wie die Moschee breit und ein Drittel so breit wie die Gebetshalle lang.

Wenn Du mal in der Nähe sein solltest, dann lohnt sich ein Abstecher und von Sevilla kann man auch mit dem Zug in 45 Minuten nach Cordoba fahren. Vom Bahnhof in die Altstadt ist es dann ca. 15 Minuten zu Fuß.

Die nächste Stadtion meiner Hola Espana Reise ist dann Madrid, aber dazu kommen wir später in einem weiteren Beitrag. Zum Abschluß gibt es noch mehr Impressionen meines Aufenthaltes in Cordoba. Film ab und zurücklehnen!

Cordoba, Hola Córdoba

Jetzt gibt es wieder die einzelnen Strecken, die ich gelaufen bin und noch weitere interessante Links für Dich.

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