Festbrennweite oder Zoom

30. August 2019 Fotoblog
Festbrennweite, Festbrennweite oder Zoom

Welches Objektiv ist die bessere Variante, die 135 mm Festbrennweite oder das 70-200 mm Zoomobjektiv? Gibt es da überhaupt ein Besser und Schlechter. Dieser und weiterer Fragen bin ich mal auf den Grund gegangen.

Bedeutung allgemein

Festbrennweite ist im Fachjargon der Name für ein Objektiv, dessen Brennweite bedingt durch die Bauart fest vorgegeben ist und sich nicht wie bei einem Zoomobjektiv verändern lässt. Im Vergleich zum Zoomobjektiv ist eine Festbrennweite meist einfacher und günstiger zu entwickeln und zu produzieren. Festbrennweiten haben in der Regel ein besseres Auflösungsvermögen, bessere Abbildungsleistungen sowie eine höhere Lichtstärke. Neben der Fotografie kommen Festbrennweiten auch in der Videotechnik zum Einsatz. (Quelle: Wikipedia)

Ein Zoomobjektiv oder kurz Zoom ist ein Objektiv mit variabler Brennweite. Das Verschieben von Linsenelementen im Objektiv (durch Drehen oder Verschieben eines Rings am Objektiv oder Drücken einer Zoomtaste bei motorisch gesteuerten Zooms, zum Beispiel von Kompaktkameras) bewirkt eine Veränderung der Brennweite. Bei hochwertigen Kameras ist damit eine stufenlose Anpassung des Bildausschnitts an das Motiv möglich, bei manchen einfacheren Modellen analog wie digital oft nur mehr oder weniger grob abgestuft. Bei manchen Kameras und Objektiven ist es möglich, ein so genanntes Stufenzoom zu aktivieren, bei dem nur einige typische Brennweiten angewählt werden können, was zum Beispiel bei der Anfertigung von Panoramen sehr nützlich sein kann. (Quelle: Wikipedia)

So das reicht aber in Sachen „Vorspiel“! Jetzt wisst Ihr worum es in den Beitrag geht.

Zoom und meine Meinung

Ich selbst habe mit oft Gehäuse mit einem Kit Objektiv gekauft. Und damit habe ich oft die günstige Variante der Zoomobjektive als Kompromiss erworben. Irgendwann habe ich mir dann für meine Canon Vollformat Kamera vor vielen Jahren das SIGMA 70-200mm 2.8 zugelegt. Im Weitwinkelbereich und auch über den Bereich des Normalobjektives 50mm (Kleinbild-Format) habe ich schon immer Festbrennweiten eingesetzt.

Wenn wir mal das Geld außen vor lassen, dann habe ich von der selben Position mit dem Zoom mehr Gestaltungsmöglichkeiten, weil ich mit der Veränderung der Brennweite „spielen“ kann. Aber dafür muss man auch mehr Glas und Volumen mitschleppen. Ich will hier nicht darauf eingehen bei welcher Fotografie welches Objektiv sinnvoll ist, sondern eher grundsätzlich zum überlegen anregen.

Festbrennweite, Festbrennweite oder Zoom

Die eierlegende Wollmilchsau

Natürlich würde ich am liebsten ein 12-600mm 1.4, was maximal 5 cm Lang ist und 259 Gramm wiegt, haben. Aber ich vermute mal diese Kombination wird es nie geben oder wenn doch, unbezahlbar sein.

Da ich sehr viel mit der Kamera zu Fuß unterwegs bin, alleine in Spanien war ich im Sommer 300 Kilometer unterwegs, habe ich keine Lust viele Kilo zu schleppen. Bei mir passiert beim Zoomobjektiv noch was anderes. Ich neige dazu, mir weniger um meine Position bei dem Foto Gedanken zu machen. Ich persönlich finde ein gutes optisches Zoomobjektiv dann sinnvoll, wenn ich das in einer Kompaktkamera habe und diese in der „Innentasche“ mitnehmen kann. Wobei man dann schon fast überlegen kann, dass Handy zum Beispiel im Urlaub zu nutzen.

Festbrennweite und mein Fazit dazu

Mit der Festbrennweite bin ich natürlich nicht so flexibel, aber braucht man dass in 8 von 10 Situationen?!

Ich bin über viele Jahre mit einem Rollkoffer und meinem kompletten Equipment unterwegs gewesen und Da waren dann neben 2 Gehäuse und Zubehör 3 oder 4 Objektive dabei. Je nach Auftragsarbeit kristalisierte sich schnell raus, das ich mit einem oder 2 Objektiven gut ausgestattet war.

Und in diesem Zusammenhang habe ich für mich eher auf lichtstärkere Festbrennweiten gesetzt. Also Zoom ist das oben genannte übrig geblieben. In meinen Augen macht man sich auch bei einer Festbrennweite viel mehr Gedanken über die Position und den Ausschnitt. Denn niemand hat Lust oder auch Zeit ein Bild von verschiedenen Positionen zu schießen.

Das menschliche Auge

Jetzt bringe ich mal das eigene Auge ins Spiel. Da es sich da auch um eine „Festbrennweite“ handelt, glaube ich dass man daduch auch im Kopf klarer und schneller Vorstellungen hat, wie das Bild aussehen könnte. Und das bevor man die Kamera überhaupt in die Hand nimmt.

Bei den heutigen Auflösungen kann ich auch bei der Nachbearbeitung noch den Bildausschnitt verändern, was ich bei Zoom Objektiven vielleicht schon bevor ich den Auslöser drücke, gemacht habe.

Ich habe mittlerweile im Vollformat die Objektive 20 mm, 50 mm und das 70-200mm und bei meiner Sony APS-C habe ich 12mm , 35 mm VideoObjektiv (mit stufenloser Blende), beide von Samyang und mit manuellen Fokus. Zusätzlich habe ich aus dem Hause SIGMA die 1.4 Varianten des 30 und 56 mm Objektives im Einsatz. Und um mein Zoom zu nutzen habe ich noch den Mount-Konverter im Gepäck.

Und wenn ich mal ganz ehrlich bin, dann habe ich ein Zoomobjektiv gefühlt das letzte mal vor über 2 Jahren eingesetzt. Oft greife ich mir 1 oder 2 Objektive und gehe los. Und ich habe die „eierlegende Wollmilchsau“ eigentlich noch nie vermisst!

Zwei Videos von Bildern mit dem 1.4er 56 mm SIGMA

Mein Tipp für Dich!

Ich hoffe meine Erfahrungen erleichtern Dir die Entscheidung welches Objektiv als nächstes angeschafft wird. In dem Zusammenhang möchte ich Dir noch einen anderen Tipp geben. Wie wäre es damit, das Objektiv eher mal zu mieten, statt gleich viel Geld zu investieren. Schaue Dir dazu einfach mal das Video von Stephan Wiesner an.

Wie sieht Deine Fototasche aus und was für Objektive nutzt Du in den meisten Situationen?

Dein Stephan von dieEventfotografen.de

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