APS-C Crop-Faktor, die Brennweite

22. Oktober 2019 Allgemein, Sony A6300
Crop-Faktor, APS-C Crop-Faktor, die Brennweite

In meinem letzte Beitrag habe ich ja über den Crop-Faktor in Bezug auf die Blende gesprochen. Heute geht es um den Einfluss auf die Brennweite. Dort gibt es auch weitere Infos zu APS-C.

Crop-Faktor Vollformat Brennweite

Wenn wir Objektive aus dem Sortiment der Vollformat Kameras an einem APS-C Body nutzen, dann gibt es einen sogenannten Crop-Faktor. Der ist, wie ich im letzten Beitrag beschrieben haben, bei den Herstellern etwas abweicht. Ich nutze mal die nFaktor 1.53x, der auch auf der mmCalc Seite genutzt wird. So hast Du später auch die Möglichkeit das entsprechend bei Deinen Objektiven umzurechnen.

Welche Objektive werden im Vollformat oft genutzt? Ich habe mal ein paar dieser Brennweiten für Euch umgerechnet. So wisst Ihr welche Brennweite vom Vollformat am APS-C Body ergibt.

Brennweite VollformatBrennweite APS-C
24mm36.72mm
28mm42.84mm
35mm53.55mm
50mm76.50mm
70mm107.10mm
85mm130.05mm
135mm206.55mm
200mm306.00mm

Somit wird aus dem 70 – 200mm Objektiv z.B. an der Sony A6300 ein 107 – 306mm Objektiv. Klar Voraussetzung ist natürlich das der Anschluß, das Mount, passt, oder man einen Adapter nutzt um z.B. ein Canon Vollformat Objektiv an einer Sony APS-C Kamera zu nutzen.

Crop-Faktor, APS-C Crop-Faktor, die Brennweite

Vollformat, die Grundlage für den Crop-Faktor

Ein Vollformatsensor (englischfull-frame sensor, Abk.: FF, bei Nikon FX-Format) ist ein übergeordneter Marketingbegriff für einen in Digitalkameras enthaltenen elektronischen Bildsensor. Er bezeichnet ein Bildformat, das dem 35-mm-Kleinbildfilms entspricht, also etwa 24 mm × 36 mm. Mit dem Begriff klassifizieren Digitalkamerahersteller eine entsprechende Bildsensorgröße ihrer Produkte.

Geschichte

Die Bezeichnung entstand, da die Bildsensoren erster digitaler Kameras sehr viel kleinere Größen hatten und sich erst viel später auf das aus der analogen Fotografie bekannte Kleinbildformat hinentwickelten. Das Kleinbildformat hatte sich bei Fotokameras für Farb- bzw. Negativfilm über Jahrzehnte als „Quasistandard“ etabliert.

Bei der Entwicklung digitaler Spiegelreflexkameras für die Großserie standen jedoch zunächst nur „kostengünstige“ Bildsensoren deutlich geringerer Größe zur Verfügung. Es setzten sich Kameras mit einem Formatfaktor von 1,5 bis 1,6 als Standard durch, Faktor 1,3 blieb höherwertigen Modellen vorbehalten. Diese kleineren Sensorgrößen werden als APS-C- bzw. APS-H-Sensoren bezeichnet. Sie erfordern vom Fotografen ein Umdenken, da sich bei den gewohnten Objektiven gegenüber der Verwendung mit dem Kleinbild-Filmformat ein kleinerer Bildwinkel ergibt. Die mit dem Bildwinkel assoziierte Brennweite verlängert sich scheinbar um den Formatfaktor.

Erst Anfang der 2000er Jahre wurden serienmäßig Bildsensoren mit dem vollen Kleinbildformat angeboten, die zur Unterscheidung von den kleineren Vorläufern als full frame sensor oder eben Vollformatsensor vermarktet wurden.

Inzwischen existieren digitale Bildsensoren mit Größen, die weit über das Vollformat hinausgehen.

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Eigenschaften

Bei Digitalkameras mit einem Vollformatsensor können Objektive für herkömmliche Kameras des gleichen Systems verwendet werden, ohne dass der Formatfaktor von 1 (Neutrales Element) berücksichtigt werden muss; der Bildwinkel entspricht dem mit der Brennweite assoziierten Winkel.

Das Signal-Rausch-Verhältnis eines Sensors, also das Intensitätsverhältnis des Bildsignals zum in der Regel störenden Bildrauschen, wird einerseits bedingt durch elektrotechnische bzw. festkörperphysikalische Merkmale des Sensors, andererseits durch die auf die einzelnen Pixel einfallende Lichtmenge verringert. Je größer diese Lichtmenge ist, desto besser ist das Signal-Rausch-Verhältnis bei gleichbleibender Rauschamplitude. Ob ein Vollformatsensor bei gleicher Gesamtpixelanzahl und größerer Sensorfläche eine größere Lichtmenge erhält als ein Sensor kleineren Formats, hängt von den Bedingungen ab, unter denen die Sensoren belichtet werden.

Vollformatsensoren sind im Vergleich zu kleineren Sensoren deutlich teurer, da bspw. schon kleine Fehler zu vergleichsweise großem Ausschuss führen.

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Beim Übergang von der analogen Kleinbildfotografie zur digitalen Fotografie mit höherem Formatfaktor schienen Objektive besser zu werden: Durch den kleineren Bildsensor wurde nur der zentrale Bereich der Abbildung durch das Objektiv erfasst; so wurden etwaige Schwächen am Bildrand umgangen (schlechtere Schärfe, höhere Vignettierung, chromatische Aberration). Mit dem Markteintritt von Vollformatsensoren wurde dieser Vorteil wieder nichtig. Insbesondere mit höher auflösenden Vollformat-Bildsensoren treten zunehmend Schwächen von Objektiven zutage, die vor der Digitalisierung der Fotografie entworfen wurden.

Dein Stephan von dieEventfotografen.de

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